Kinderbetreuung

LINDENKNIRPSE

Lindenknirpse

Tagespflegestelle Lindenknirpse
Lindenhöhe 85
89081 Ulm

Tel.: 0731/38900851

Email: kinderbetreuung@lindenknirpse-ulm.de

Alles ist im Keim enthalten,
alles Wachsen ein Entfalten
Leises Auseinanderrücken,
dass sich einzeln könne schmücken,
was zusammen war geschoben.
Wie am Stengel stets nach oben
Blüt´ um Blüte rücket weiter,
sieh es an – und lerne heiter
zu entwickeln, zu entfalten,
was im Herzen ist enthalten

 Friedrich Rückert

 

KONZEPTION

 

 

1.RAHMENBEDINGUNGEN

    1. Kontaktdaten:

Tagespflegestelle LINDENKNIRPSE
Lindenhöhe 85
89081 Ulm
Tel.: 0731-38900851

kinderbetreuung@lindenknirpse-ulm.de

Betreiberinnen:
Gabriele Nerling qualifizierte Tagesmutter, Piklerpädagogin i.A.
Gabriela Pfriem qualifizierte Tagesmutter, Tanz- und Bewegungstherapeutin i.A.

    2. Lage der Lindenknirpse:

Die Lindenknirpse befinden sich im Neubaugebiet Lindenhöhe. Dieses Neubaugebiet befindet sich zwischen Donautal und der Wissenschaftsstadt/Science Park.
Sie erreichen uns mit dem Auto bequem über die Umgehungsstraße/ Schuhmacherring, oder mit dem Bus (Linie 4/8).
In direkter Umgebung befindet sich ein wunderschöner Spielplatz; das Landschaftsschutzgebiet Hochsträß mit Wäldern und Wiesen; Obstplantagen und die Jugendfarm. Die Donau, sowie die Gärtnerei Gairing sind schnell zu erreichen.
In Grimmelfingen, können  unter anderem Ziegen besucht werden.

    3. Altersstruktur:

Wir betreuen Kinder im Alter von 3 Monaten bis zum Kindergarten-eintritt, bei Bedarf auch länger.

    4. Gruppengröße:

Es können 12 Kinder angemeldet sein, wobei max. 7 Kinder gleichzeitig von zwei qualifizierten Tagesmüttern betreut werden. Eine Tagesmutter betreut max. 5 Kinder gleichzeitig.

    5. Betreuungszeiten:

Montag und Dienstag: 7:15 - 16:00 Uhr
Mittwoch bis Freitag: 7:15 - 14:30 Uhr
Auf Nachfrage ist evtl. ein früheres Bringen oder späteres Abholen möglich. Zwischen 12.30 und 14.30 Uhr ist keine Abholung möglich (Mittagsruhe der Kinder)

    6. Räumlichkeiten:

Die Einrichtung verfügt über einen 36qm großen Gruppenraum,  einen separaten 16qm großen Schlafraum, ein Bad mit Wickelplatz und eine kleine Küche. Der ca. 100qm große Außenspielbereich mit Rutsche, Sandkasten und anderen Spielgeräten ist vom Gruppenraum, als auch vom Schlafraum direkt erreichbar. Alle Räume verfügen über eine Fußbodenheizung.

    7. Tagesablauf: (ungefährer Anhaltspunkt)

Ab 7.30 Uhr                  Ankommen Freispielzeit
9.00 Uhr              Vesper
Danach                 nach draußen gehen (Spaziergang, Garten), Freispiel,
Angebote je nach Jahreszeit
10.30 Uhr             gemeinsames Kochen/Tischdecken/Freispiel
11.30 Uhr              Mittagessen
Anschließend         Mittagsschlaf
14.30 Uhr             Obstmahlzeit
Anschließend         Freispiel im Garten oder im Gruppenraum
16.30 Uhr             letzte Abholzeit (Mo – Mi)
Gewickelt wird bei Bedarf, auf jeden Fall vor dem Mittagsschlaf und kurz vor der letzten Abholzeit.

    8. Verpflegung:

Bei den Lindenknirpsen wird auf gesundes Essen geachtet. Dies bedeutet, dass wir vorwiegend Lebensmittel aus biologischem Anbau verwerten. Es wird jeden Tag frisch und ausgewogen mit Getreide und Gemüse gekocht.
Getränke, Wasser oder ungesüßter Tee werden von unserer Einrichtung gestellt.

    9. Wer sind Wir:

Gabriele Nerling (geb. 1970) Mutter von drei Kindern (1991/1993/2008)
qualifizierte Tagesmutter seit 2007 mit Pflegeerlaubnis durch das Jugendamt Ulm
Elternberaterin frühe Kindheit seit 2008
Piklerpädagogin i.A.

Gabriela Pfriem (geb. 1968) Mutter von zwei Kindern (1991/1993)
qualifizierte Tagesmutter seit 2010 mit Pflegeerlaubnis durch das Jugendamt Ulm
Gymnastiklehrerin / Bewegungstherapie 1990
Kreative Tanz- und Ausdruckstherapeutin i.A.

In Krankheits- Urlaubs- und Fortbildungsausfällen werden wir durch zwei Aushilfskräfte vertreten.

1.10 Haustiere:
Zu uns gehört außerdem noch unsere kinderliebe Katze Lili

    10. Schließtage:

Die Lindenknirpse haben 25 Schließtage im Jahr, die im November des Vorjahres bekannt gegeben werden.
Am Schwörmontag wird die Einrichtung um 14:00 geschlossen.
An Weihnachten und Sylvester, wie auch an ca. 3 Fortbildungstagen ist geschlossen.

    11. Beiträge:

Die Beiträge, in denen das Essensgeld enthalten ist, sind auf Anfrage zu erhalten.

    12. Laufende Geldleistungen:

Das Jugendamt Ulm bezuschusst gem. §23 Sozialgesetzbuch (SGBVIII) bei Bedarf die Tagespflege in Form von laufenden Geldleistungen. Nähere Erläuterungen s. Beiblatt im Vertrag. Die Betreuungskosten sind von den Sorgeberechtigten  steuerlich absetzbar.

1.13 Kranke Kinder:
Kinder mit ansteckenden Krankheiten, Fieber, Durchfall oder Erbrechen können wir wegen der enormen Ansteckungsgefahr nicht betreuen. Eine Betreuung ist erst wieder nach vollständiger Genesung möglich. D.h. wenn mind. 24 Std keine Symptome auftreten, bzw. ein Attest des Arztes vorliegt.
Wenn uns kranke Kinder gebracht werden ist die Gefahr gegeben, dass sich andere Tageskinder oder aber die Tagesmütter anstecken. Bei kranken Tagesmüttern besteht unter Umständen Betreuungsausfall. Wir bitten dies dringend zu beachten. S. Beiblatt im Vertrag.
Im seltenen Extremfall (z.B. gleichzeitige Krankheit beider Tagespflege-personen) kann es jedoch vorkommen, dass wir keine Ersatzbetreuung anbieten können.

2. ZIELE UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
Unser Ziel ist es, die Kinder liebevoll und achtsam auf ihrem Weg zum Menschsein zu begleiten.
Wir sehen jedes Kind in seiner Individualität und unterstützen die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse in der Entwicklung
Wir sorgen dafür, dass die Kinder sich selbst und anderen wertschätzend gegenübertreten und mit Mut und Freude die Welt und ihre Mitmenschen entdecken.
Das Vermitteln eines sozial mitfühlenden Verhaltens liegt uns dabei sehr am Herzen.
Durch unser Vorbild erleben die Kinder Achtsamkeit, Mitverantwortung und Respekt untereinander. Ein großer Lernantrieb in diesem Alter ist die Nachahmung, weshalb wir die Kinder gerne in unser Tun integrieren.
Sing-, Sprech- und Fingerspiele begleiten unseren Tag. Die Bewegung ist ein wichtiger Aspekt in der Kindertagespflegestelle Lindenknirpse.
Durch unser Angebot von Hengstenberg-Klettergeräten, Rampen und Rutschen werden die Kinder zur selbstständigen Bewegung animiert.
Wir wollen den Kindern die Zeit in ihrer Entwicklung geben, die sie brauchen, um von sich aus den Wunsch zu erspüren etwas zu entdecken, sich aufzurichten, sich hinzusetzen …
Dieser Wunsch entsteht aus eigener innerer Motivation und Neugier und gibt dem Kind die Kraft Neues zu entdecken.
Zitat Emmi Pikler: „Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist.“
In der Gruppe hat das Kind die Möglichkeit in Interaktion mit den anderen Kindern oder mit uns zu treten. Es lernt seine Grenzen und Möglichkeiten kennen. Schon früh kann das Kind mit unserer Hilfe seine soziale Kompetenz entwickeln.
Das Spiel des Kindes ist wie die Arbeit des Erwachsenen. Deshalb legen wir großen Wert auf ungestörtes Spiel, Anerkennung des Geschaffenen und die nötigen Ruhepausen.

3. FORMEN DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
3.1   Beziehung und Nähe zum Kind
Die Beziehung zum Kind beginnt für uns schon durch eine individuelle und liebevolle Begrüßung am Morgen. Das Kind bekommt die Möglichkeit langsam und mit unserer Unterstützung den neuen Tag zu beginnen.
Sicherheit, Halt, Orientierung und Geborgenheit erfahren die Kinder durch unsere liebevolle Zuwendung. Die Kinder werden von uns in ihren Bedürfnissen ernstgenommen und gehört.
Durch eine gesunde Bindung zur Bezugsperson wird es den Kindern möglich sich frei im Raum zu bewegen und zu entfalten, sowie bei drohender Gefahr/Unbehagen zu ihr zurückzukommen.
Zitat Mahler:“Das Kind erschließt sich durch Watscheln und Krabbeln die unmittelbare Umgebung. Dabei ist die Mutter (Bezugsperson) als „emotionale Auftankstation“ immens wichtig…..“
Auch der sich wiederholende Tagesablauf mit seinen Ritualen und Rhythmen, sowie die notwendigen Grenzen, geben dem Kind Sicherheit.
Unsere  Räume bieten Geborgenheit, durch unser durchdachtes Raumkonzept mit Höhlen und Rückzugsmöglichkeiten.

3.2   Pflege und Hygiene:
Uns ist wichtig während der Wickelphasen eine intensive Zeit mit dem einzelnen Kind zu verbringen. Wir verzichten absichtlich auf Spielsachen oder ablenkende Mobiles, damit das Kind und die Bezugsperson in Beziehung treten können. Ohne diese o.g. Ablenkungen kann das Kind seinen Körper und die vor sich gehenden Tätigkeiten bewusst wahrnehmen.
Auch beim Essen werden Ablenkungen vermieden.
Das Händewaschen vor dem Essen ist für uns selbstverständlich.
Die Sauberkeitserziehung der Kinder beginnt im Elternhaus. Gerne unterstützen wir diese bestmöglichst.

3.3   Abwechslungsreiche Umgebung / Angebote
Eine abwechslungsreiche Umgebung regt die Kinder an alle Sinne zu aktivieren, auf Entdeckungsreise zu gehen, wodurch sie Geschicklichkeit und körperliches als auch emotionales Selbstvertrauen schulen können. Unsere Räume sind altersgerecht eingerichtet und werden je nach Bedürfnis der Kinder umgestaltet. Dieses erfordert ein genaues Beobachten und Wahrnehmen der Kinder.
Die Jahreszeiten werden nicht nur durch das regelmäßige Rausgehen, sondern auch durch unseren Jahreszeitentisch, sowie durch Lieder, Fingerspiele und kleinere Kreativangebote erlebt.
Durch verschiedenste Naturmaterialien, wie Sand Steine, Kastanien, Muscheln, Laub, Wasser, Gras etc. werden alle Sinne angeregt. Dabei achten wir selbstverständlich auf das jeweilige Alter der Kinder.
Wir achten auf hochwertiges, nachhaltiges phantasieanregendes Spielmaterial, bevorzugt aus Holz und Naturmaterialien.
Ausflüge werden angestrebt und mit den Eltern besprochen.

3.4   Rituale
Zu unseren tägl. Ritualen gehört das gemeinsame Essen, welches wir mit einem Tischspruch beginnen. Ebenso die Herstellung dessen.                                                                   

Die Mittagsruhe beginnt nach dem Wickeln mit einem entspannenden Körperritual, z.B. mit einer Kindermassage.
Anschließend, sobald alle Kinder liegen, wird ein Lied gesungen.
Ebenso werden die noch schlafenden Kinder zu gegebener Zeit mit einem Lied geweckt.
Zu unseren wöchentl. Ritualen gehört das Brötchen backen und die sich wiederholenden Haushaltsrituale bei denen die Kinder durch Nachahmung tätig sein können.
Zu unseren Jahresritualen gehören die jeweiligen Geburtstage der Kinder. Sowie Ostern, Weihnachten, Laterne laufen, Erntedank…etc.

4.ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN
Wir streben eine enge, vertrauensvolle Beziehung zwischen den Eltern und uns an. Durch regelmäßigen Austausch erreichen wir eine positiv unterstützende und für beide Seiten angenehme Atmosphäre. Dies erleichtert die Arbeit auf beiden Seiten.


4.1   Aufnahmegespräch
Unser Wunsch wäre, dass beide Elternteile mit dem Kind beim Erstkontakt anwesend sind. Dieses erste Gespräch dient des gegenseitigen Kennenlernens, und der Besichtigung unserer Räumlichkeiten. Wichtige Daten und Erwartungen werden ausgetauscht.                         

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und stellen Ihnen gerne die Besonderheiten der Lindenknirpse vor.

4.2   Eingewöhnung/Ausgewöhnung
Die Eingewöhnung und Ausgewöhnung kann nur in Zusammenarbeit mit den Eltern funktionieren.
Die Eingewöhnung zieht sich über einen Zeitraum von ca. 4-8 Wochen hin und ist abhängig vom Kind. Eltern sollten dies unbedingt auch bei der Terminplanung berücksichtigen, da während der Eingewöhnungsphase ein Elternteil ständig erreichbar sein muss, um das Kind notfalls abholen zu können, wenn es sich nicht beruhigen lässt.
Auch für Kinder, die eine Fremdbetreuung bereits gewohnt sind und dagegen nicht protestieren, ist eine sorgfältige Eingewöhnung unbedingt erforderlich.
Der genaue Ablauf der Eingewöhnung wird bei Vertragsabschluss gemeinsam besprochen.

Auch die Ausgewöhnung sollte nicht unterschätzt werden, sie sollte ebenso behutsam und stufenweise erfolgen wie die Eingewöhnung.

4.3   Vertrag:
Es wird ein schriftlicher Betreuungsvertrag abgeschlossen.

4.4   Elternabende / Vorträge
Auf Wunsch der Eltern oder auch von uns können Gesprächsabende organisiert werden. Diese können sowohl pädagogische als auch organisatorische Themen beinhalten.

4.5   Tür- und Angelgespräche
Darunter verstehen sich die wertvollen Kurzgespräche beim Bringen und Abholen des Kindes.

4.6   Sonstiges
Organisatorisches und Informationen wie Urlaubsplanung, Ausflüge, Vertretungen, Feste und Feiern werden an unserem schwarzen Brett ausgehängt.

5.ARBEITEN IM TEAM
Gegenseitige Wertschätzung und ein respektvoller, offener und ehrlicher Umgang miteinander sind uns sehr wichtig.
Durch regelmäßigen Austausch und konstruktiver Kritik entwickeln wir uns ständig weiter und bleiben in kollegialem Kontakt.
Aus eigenem Interesse sind wir bemüht uns fachlich weiterzubilden.

6.FORTBILDUNGEN
Wir nehmen regelmäßig an den tätigkeitsbegleitenden Fortbildungen durch das Jugendamt Ulm und dem Tagesmütterverein Ulm e.V. teil.
Die Teilnahme an Fortbildungen für Erzieherinnen der Stadt Ulm ist auch möglich.

Der Kindernotfallkurs wird in regelmäßigen Abständen aufgefrischt.

 

Referenz:

Frau Dr. Monika Stolz zu Besuch bei den Lindenknirpsen

Die Lindenknirpse bei Regio TV

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